Rückblick auf die Sommerfahrt 2025
Jetzt ist es zuende, das Jahr 2025. Ein Jahr voller wunderbarer pfadfinderischer Aktivitäten, von denen wir euch hier noch einmal berichten möchten. Es ist nämlich viel passiert im Stamm Eilendorf! Im zweiten Teil dieses Jahresrückblicks erzählen wir von der Sommerfahrt nach Österreich.
Unsere diesjährige Sommerfahrt dauerte zehn Tage und führte uns vom 11. August 2025 bis zum 20. August nach Schetteregg in Österreich. Schetteregg ist ein Skigebiet, was oberhalb des Ortes Egg in Vorarlberg in Österreich liegt. Im Sommer ist der Skibetrieb dort natürlich eingestellt. Somit konnten wir im „Lifthus“ unterkommen, der Talstation eines Skilifts.
Die Anreise wurde wie in den letzten Jahren auch mit dem Zug bestritten. Zuerst mit der Regionalbahn nach Köln, dann mit dem ICE nach Dornbirn, von dort aus mit dem Bus nach Schetteregg. Eine lange Fahrt, die aber letztendlich ohne größere Verspätungen reibungslos funktionierte. Zusätzlich fuhren vier Leiter*innen mit zwei Bullis und transportierten das gesamte Gepäck und weiteres Material nach Schetteregg. Damit wir vor den Kindern ankommen, den Hausschlüssel in Empfang nehmen und für die ersten Tage einkaufen konnten, sind wir Bullifahrer*innen um 5 Uhr morgens losgefahren. Das hatte den Effekt, dass wir überhaupt keine Problem mit Stau o. ä. hatten und pünktlich ankamen.
Unser „Lifthus“ lag ziemlich ruhig mit viel Wiese drumherum – das angrenzende Restaurant hat im Sommer geschlossen – , auch der Wald zum Stratego-spielen war nicht weit entfernt, was auch ausgiebig genutzt wurde.
Das Highlight der Sommerfahrt war für viele der Hike: Wir wanderten mit fast allen auf eine Berghütte, übernachteten dort und wanderten am nächsten Tag wieder zurück. Die kleinste Wölflingsgruppe, der wir den schwierigen Aufstieg noch nicht zumuten wollten, blieb mit den Leiter*innen Philipp und Steffi beim Haus und machte ein Alternativprogramm: Minigolf spielen und Burger selbst machen. Der Rest der Gruppe begab sich nach einem stärkenden Frühstück erst einmal in den Bus, denn der Berg, den wir besteigen wollten, liegt in Deutschland. Nach 1,5 h Busfahrt begann der Aufstieg auf den Hochgrat zum Staufner Haus. Von der Bushaltestelle auf 856 m Höhe wanderten wir zum Staufner Haus auf 1634 m. Der Aufsteig führte über ziemlich steile, breite Fahrwege, was vor allem in der Sommerhitze für manche mehr, für manche weniger anstrengend war. Aber der Ausblick von unserem Ziel war alle Anstrengungen wert.
Für manche war der Aufstieg zur Hütte nicht genug, sie wanderten noch eine halbe Stunde weiter auf den Hochgrat-Gipfel (1833 m):
Nach einer Nacht, die im Matratzenlager mit bis zu 16 Personen pro Raum für viele eine neue Erfahrung war, wurde am nächsten Morgen der Rückweg angetreten. Aber nicht über die steilen Straßen, über die wir gekommen waren! Diese Route führte uns erst einmal über mehrere kleinere Gipfel wie den Seelekopf, bis wir allmählich wieder in niedrigere Höhen abstiegen. Landschaftlich viel schöner und viel besser für die Kondition als der Hinweg. Von einer Alpe nahmen wir einen Kleinbus, der uns zur Bushaltestelle bei der Talstation der Imbergbahn bringen sollte, von der wir wieder mit dem Bus nach Schetteregg fahren konnten. Leider fuhr der Kleinbus nur bis zur Bergstation, weshalb wir spontan mit der Gondelbahn ins Tal fuhren. Nach einer kleinen Wartezeit auf den Bus inklusive Eis am Stiel fuhren wir wieder Richtung Österreich.
Dieser Hike war eine tolle Sache und hat uns allen viel Spaß gemacht, auch wenn der Berg in Deutschland statt in Österreich lag.
Eine weitere Aktion, die auf unseren Sommerfahrten bereits Tradition hat, ist der Bayrische Abend. Wir hatten es extra auf die Anmeldung zur Sommerfahrt geschrieben: Wenn jemand ein bayrisches Outfit hat, kann er/sie es gerne mitbringen. Und so gaben wir an dem Abend ein tolles Bild ab – die Eilendorfer Pfadfinder auf bayrisch:
Am Bayrischen Abend selbst mussten sowohl Gruppenkinder als auch Leiter*innen in einigen Disziplinen gegeneinander antreten: Von Maßhalten am langen Arm bis zu Brezelschnappen und Tauziehen waren alle vermeintlichen und tatsächlichen bayrischen Traditionen dabei. Die vierköpfige Jury bewertete die Performance und kürte den Gewinner oder die Gewinnerin in den einzelnen Disziplinen. Dazu gab es Brezeln und Almdudler. Nach der Siegerehrung wurde am Lagerfeuer noch musiziert und gesungen.
Ein letztes Highlight der Sommerfahrt möchte ich noch beschreiben: Eine halbstündige Wanderung und 180 Höhenmeter von unserem Haus entfernt liegt die Alpe Brongen. Hier wird aus der Milch von 50 Kühen Käse und Butter hergestellt und es gibt noch mehr Tiere wie Schweine, Hühner und Katzen zu sehen. In einer Führung durch die Molkerei wurde uns von der Wirtin viel über die Käseherstellung erklärt, wir durften auch Käse probieren und ein Huhn auf den Arm nehmen. Einige haben sich direkt mit Käse aus dem Hofladen eingedeckt, die meisten aber nur mit einem Almdudler. Eine sehr interessante Erfahrung für uns alle. Wir haben gelernt, wie viel Arbeit auf so einer Alpe anfällt und dass man stets früh aufstehen muss.
Nach insgesamt zehn Tagen war unsere Sommerfahrt nun vorbei. Mit vielen Geschichten von Wanderungen, Freibadbesuchen, Wettbewerben und einem tollen Miteinander im Gepäck traten wir den Heimweg an. Der Großteil der Gruppe fuhr wieder mit dem Bus zum Bahnhof, während die vier Bullifahrer*innen das Haus putzten und dann per Straße nach Aachen fuhren. Nach einigen Stunden Fahrt kamen alle wieder wohlbehalten zuhause an und die Sommerfahrt 2025 war offiziell beendet.
Sowohl wir Leiter*innen als auch die Gruppenkinder fanden die Fahrt super und hatten viel Spaß. Wir sind schon gespannt, wo es bei der nächsten Sommerfahrt im Jahr 2027 hingehen wird!
Für die Leiterrunde,
Leon Scheidgen
